Geschichts-Exkursion nach Weimar

 

Am 5. April besuchte eine Gruppe von 6 Studierenden des Vorkurses und der Sprachlernklasse im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts die Stadt Weimar (unter der Leitung von Herrn Ebeling).

Der Vorkurs erhält seit Beginn des zweiten Halbjahrs zusätzlichen Unterricht auf Deutsch, um die Sprachkenntnisse der vorwiegend fremdsprachlichen Schüler zu stärken; neben den rein sprachlichen Förderstunden gibt es auch zwei Extrastunden, in denen Geschichte unterrichtet wird.

 

Das Thema der Geschichtsstunden war die Weimarer Republik, so dass sich die Gelegenheit bot, einmal Geschichte direkt „vor Ort“ zu studieren – die direkte Bahnverbindung von Göttingen erleichterte die Entscheidung!

Nach einer ersten Begegnung mit Goethe und Schiller vor dem Nationaltheater steuerten die Studierenden das Stadtmuseum an, wo sie eine Führung des Direktors durch die Sonderausstellung zur Nationalversammlung 1919 erhielten. Für die überwiegend aus Kriegsgebieten nach Deutschland gekommenen Studierenden war es dabei sehr interessant zu sehen, wie es das Deutsche Reich damals geschafft, nach einem (Welt-)Krieg eine Demokratie zu etablieren – ein Wunsch, den viele von ihnen auch für ihre Heimatländer wie Afghanistan oder Syrien hegen.

Um noch ein anderes Kapitel der neueren Geschichte Weimars kennen zu lernen, fuhr die Gruppe danach zur KZ-Gedenkstätte nach Buchenwald. Das Thema der Entrechtung und Ausgrenzung war im Unterricht vorbereitet worden; trotzdem war die persönliche Konfrontation mit dem Ort des Geschehens sehr intensiv und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Schülern.

In der folgenden Unterrichtsstunde tauschten sich die Schüler über ihre Erfahrungen aus und reflektierten den Besuch in Weimar, den sie durchweg als lehrreich und bereichernd ansahen.